Bond, James Bond, and manlyhood

Geschüttelt, nicht gerührt, mit heissen Autos und schnellen Frauen starten wir dieses neue Jahr mit einem Essay zu einer meiner beliebtesten fiktiven Figuren der Filmwelt.

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Sean Connory spielt den ersten Bond in 1962 “Dr. No”

In mehreren Phasen der Erkältung und der Prokrastination, also dem Vermeiden von Aufgaben die zu erledigen wären, habe ich mir mehrmals jeden einzelnen Film der Reihe nach angesehen. Die meisten der Filme habe ich mehr als 10mal gesehen und jedesmal für den dargestellten Helden mitgefiebert. Darum schreibe ich heute über die Person 007 und was das mit der Bildung von Geschlechtern zu tun hat. In Anlehnung an die Beyond (Gender) Serie von letzter Woche – hier mehr dauz – möchte ich heute die Person Bond aus einer Perspektive betrachten die uns erlaubt Person als Habitusalternative im öffentlichen Raum wahrzunehmen. Also einer Alternative von gelernten und integrierten Verhaltensweisen, Gewohnheiten, ökonomischer Freiheiten und Symbolräumen. Auf der einen Seite fließen kulturelle Einflüsse unserer globalen Gesellschaft in die Figur, wie auch anders herum Einflüsse des Spions in die Gesellschaft diffundiert.

Ian Flemmings Spionage-Romanfigur (Casino Royal [1953])  James Bond  prägt seit Generationen Menschen mit über 20 Filmen seit seinem Debut 1962 in Dr. No. Doch beeinflusst nicht nur die Filmreihe allein die Öffentlichkeit, sondern auch Computerspiele, hunderten von Werbeaufträgen, Merchandize-Artikeln und viralen Werbekampangen:

Dabei fällt als erstes auf, dass James Bond in z.B. Casino Royal [2005] sich in eine lange Reihe von männlichen Helden bzw. Superhelden (Spider Man [2001,2004,2007], Batman Begins [2005], Superman Returns [2006]) einreiht, die physische Gewalt einsetzen müssen um ihre Ziele zu erreichen. Ähnliche Filme mit weiblichen Helden Figuren wie Catwoman [2004] oder Elektra [2005] scheinen nicht nur unerfolgreich zu sein, sondern auch mit Absicht so designed zu sein. Mit einem kleineren Budget, schlechten Scripts und halbherzigem Marketing sieht Mann oder Frau, dass Hollywood immer noch auf die männlichen Helden Figuren setzt.

Die James Bond Reihe spannt sich über Jahrzehnte und erlaubt dadurch einen Blick auf bestimmte Genderrollen Klassifikationen über die Zeit hinweg. Aber viel hat sich seit Beginn der Serie 1962 nicht geändert. Mehr noch, nach über 40 Jahren Laufzeit und 20 Filmen erreicht 2002 in Die Another Day die Franchise keine Veränderung des Status Quo. Seinen patriarchalen Peak erreichte die Serie unter der Roger Moore Ära zwischen 73 und 85. Moores Nachfolger Timothy Dalton war relativ monogam in The Living Daylights [1987], was aber bei den Zuschauern nicht mehr ganz so gut ankam. In 1989 Licence to Kill hatte Daltons Bond seinen Charm abgelegt und war romantisch wie ein Eisberg.

Erst mit dem Recast Bonds durch Pierce Brosnan in 1995 Golden Eye trifft Bond auf den neuen “M” gespielt von Judi Dench.

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Pierce Brosnan und Izabella Scorupco in Golden Eye [1995]

Bond trifft hier auf die Moderne und auf eine autoritäre Frau als Chefin die ihm sagt, dass er ein mysogens Relikt aus dem kalten Krieg sei. Auch die Beziehung zu Moneypenny bekommt einen neuen Drall. Das langjährige Flirten zwischen den beiden wird von Moneypenny, wenn auch im Spaß, als sexuelle Belästigung gehalten werden. In den drei aufeinanderfolgenden Filmen mit Brosnan wird diese neue Seite aber nicht weiter bespielt und Bond scheint der maskuline Archetyp zu bleiben.

Mit dem Release von Casino Royal in 2006 wurde Bond durch einen neuen, härteren und von Kritikern als realistischer angesehener Hauptcharakter eingeführt, gespielt von Daniel Craig. Männer- und Frauenmagazine feierten den neuen “harten” Bond. Craig’s aktionlastige Performanz unterscheidet sich weit von seinem Vorgänger Brosnan in einer post 09/11 Welt, deren öffentliche Meinung eine rücksichts- und skrupellose Antwort auf TTerrorismus verlangte.

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Pierce Brosnan und Halle Berry als gleichgestellte Partner in Die Another Day [2002]

Mit über 53 Bond-Girls stellt sich die Frage, wenn sich schon Bond nicht verändert, wie sieht es dann mit seinen Frauen aus? Im Laufe der Zeit haben sich weibliche Charaktere als mehr und mehr fähige Charaktere entwickelt. In z.B.  A View to Kill von 1985 bekommt der Antagonist Unterstüzung von Grace Jones als sein superstarke Bodyguard. Michelle Yeoh in 1997 Tomorrow Never Dies kann sich als Martial Arts Expertin etablieren, oder Denise Richards zeigt in The World is Not Enough [1999] dass ein Bond-Girl mit gutem Aussehen auch Nuklearwissenschaftlerin sein kann. Und in 2002 wurde Halle Berry in Die Another Day konzipiert als Bond gleichgestellte Spionagepartnerin. Doch sind dies nur wenige Beispiele oder besser Ausnahmen in der Franchise. Wir werden sehen, wohin uns Daniel Craig’s Bond und nachfolgende Generationen mit diesem Umstand umgehen werden.

Das gesagt, bringe ich diese Diskussion für heute zum Ende. Mich interessiert, was ihr von Bond haltet. Ist Bond ein mysogynes Relikt oder sollte er eurer Meinung genau so sein, wie er in den Filmen dargestellt wird? Gefällt euch der neue Bond? Und wer ist euer Libelings- Bond Schauspieler? Schreibt mir unten einen Kommentar und gebt dem Artikel ein Like wenn er euch gefällt oder teilt diesen Beitrag gerne um diesen Blog zu vergrößern und mir zu helfen mehr interessante Artikel zu schreiben. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und bis bald. Stay Tuned

Microhead

P.S. solltet ihr noch nicht genug haben von unserem heutigen Helden, hier noch kurz 101 Fakten über Bond, James Bond.

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