Die Base #serie 3

Was ist eine Base?

Die Base bezeichnet die Tragefläche auf der eine Miniatur ihren Platz einnimmt. Generell braucht man für die Figuren auch eine Basis oder denglish Base genannt.
Die Base verbindet die Figur auch mit dem Spielbrett und kann damit auch dekorativ gestaltet werden.

Hier habe ich die Base besandet, aus Kork kleine Steine geschnitz, einen Totenkopf mit einem Gewehrbolzen dazugeklebt. Aus Aus Holzrühren habe ich die grüne Straße gebaut. Dann noch Grünzeug dazu – und wir haben eine annehmbare Base für das Kernstück – den Läufer

Wie genau das ganze geht kläre ich noch in folgenden Viedo

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#denkmal

“Die Macht ist nicht etwas, was man erwirbt, wegnimmt, teilt, was man begehrt oder verliert; die Macht ist etwas was sich von unzähligen Punkten aus und im Spiel ungleicher und beweglicher Beziehungen vollzieht.”

Michel Foucault

#denkmal

“Es scheint, dass für den Durchschnittsmenschen nichts schwerer zu ertragen ist, als das Gefühl keiner größeren Gruppe zuzugehören.”

Erich Fromm

Beyond Religion pt. 1

Alternativ wollte ich auch den Titel “Fragen die ich gerne mal von Menschen gerne gestellt bekommen würde bezüglich meines Faches und was ich da eigentlich studiere”. Die Länge dieses Titels hätte auch gut zu den Titel unserer Seminare gepasst, aber ich habe mich entschieden der Einfachheit halber den Titel so kurz wie möglich zu halten.

Heute Mal also etwas zu meinem eigenen Fach und einer in normalen Gesprächen unbeachteten Frage. Die Frage was Religion eigentlich ist. Normalerweise geben wir in einer Konversation selten eine genauere Definition dessen, was Religion eigentlich ist. Und in öffentlicher Kommunikation brauchen wir dies meist auch nicht tun, da wir davon ausgehen, der, die, das Gegenüber versteht schon was gemeint ist.

Wo ist also das Problem?

Der Begriff der Religion ist in der 100 Jährigen Geschichte der Religionswissenschaft und den Jahrtausenden in der Philosophie umkämpft. Dabei gibt es mittlerweile soviele Definitionen was Religion ist, wie es Menschen gibt und gab. Sei es von Wissenschaftlern, Laien oder religiösen, ökonomischen, politischen, ideologischen, sozialen Experten / Eliten, etc.

Dabei wird so viel an Bedeutung überproduziert, dass der Begriff seine Bedeutung an sich verliert. Trotzdem können wir uns klar unterhalten über den Begriff und intersubjektiv können wir uns im Alltag darüber verständigen. Das Problem einer Gegenstandsbestimmung wird dann interessant, wenn Wissenschaftler ihre Ergebnisse präsentieren wollen und müssen. Denn basierend auf den Vorannahmen die wir vor unserer Analyse unausgesprochen, unartikuliert mit in die Analyse einfließen lassen, kommen wir auf sehr unterschiedliche Ergebnisse.

Woran liegt das?

Aus der sozialen Anthropologie / Ethnologie wissen wir, dass in einer teilnehmenden Feldforschung unterschiedliche Ergebnisse entstehen können. Also zwei Wissenschaftler  können im selben kulturellen Raum auf sich wiedersprechende Ergebnisse kommen und trotzdem beide mit ihrer Analyse richtig liegen. Je nach eigenem Standpunkt – Geburt, Bildung, Familienstruktur, Gesellschaft – werden die Ergebnisse eines Wissenschaftlers immer weitgehend beeinflusst und dadurch verändert. Wahre Objektivität gibt es nicht.

Gibt es objektives Wissen?

Jain. Das Problem das die aktuelle Philosophie mit dem Begriff von Wissen hat ist dass es zwangsläufig auf eine Reduktin von Komplexität beruht. Ein System (nach Luhmann) wie Politk, Religion, Wissenschaft oder Ökonomie beruht darauf, dass die kilometerlangen Regalreihen mit horenden Bücherbestanden und viel, viel Staub in wenigen Sätzen erklärt werden können. Und da ist das Internet nicht dabei, von etwaigen digitalen Beständen ebenfalls abgesehen. Wissenschaft steht dabei im Zugzwang Begriffe zu definieren und damit für die Allgemeinheit begreif- und denkbar zu machen.

Was ist die Aufgabe von Wissenschaft?

Wissenschaft reduziert die Komplexität der Realität und bindet diese an verständliche Begriffe. Aufgabe der (Kultur)Wissenschaft ist nicht das Finden von Daten sondern das Aussortieren der Unmenge von Informationen, Zeichen und sonstig’ Signifikantem. Und es gibt mehr Zeichen wie Sand rund um die schmale Pfütze des letzten Tropfen’s Wasser in allen Wüsten. Aufgabe von Wissenschaft ist das Aussieben und Valuieren – also das Wertvoll-Machen – von Informationen.

Wie sieben Wissenschaftler aus?

Einfach gesagt durch die Wahl der Theorie / Theorien. Komplexer gesagt greifen Wissenschaftler aller Geschlechter auf subjektiv gewählte Genealogien von Wissenskonstruktionen zu, um in den standortbezogenen Archiven der Kulturen Informationen zusammen zutragen und in kontingente Geschichte und Geschichten zu übertragen. Heisst: die Wahl des Theoriegebäudes ist ausschlaggebend für die Ergebnisse die Forschende erhalten und generieren.

Realität ist also geprägt von Komplexität. Geschichtswissenschaft fasst Komplexität mit Hilfe der Theorien in mehr oder weniger verständliche Sätze und speichert diese in Archiven des Wissens (kilometerlang).

Was macht Religionswissenschaft aus?

In Heidelberg setzt das Fach auf multimethodischen Zugang zu multimedialen Zeichen. Die Untersuchung von Artefakten, Schriften und Zeitzeugen vorbabylonischer religiöser Experten,  Analyse frühbuddhistischer Tempelarchitektur oder museale Aufbearbeitung der römisch-katholischen Päpste stehen hier auf gleicher Stufe mit der Untersuchung von Identitätskonstruktion in Computerspielen mit religiösen Settings und Narrativen, der Filmtheoretischen Analyse des Über- oder Außer – menschlichen in Stanley Cubrik’s 2001 A Space Odyssey oder der religionsanalogen Vermarktungung unterschiedlichster Brands Namens Disney, Apple oder Starbucks. Dabei setzt das Fach auf sorgfältige Historisierung der Zeichen sowie auf die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Theoriefamilien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

#denkmal

“Die Dichter und Philosophen haben das Unbewusste entdeckt – was ich entdeckt habe, ist die wissenschaftliche Methode, mit der man das Unbewusste erforschen kann.”

Siegmund Freud